In ihrem Kampf für eine atomwaffenfreie Welt sieht Königin Nur von
Jordanien eine "beispiellose Chance" gekommen. Unter Hinweis auf
eine Grundsatzvereinbarung zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem
russischen Kollegen Dmitri Medwedew vom Juli sagte die Königin der
Nachrichtenagentur AFP im Namen der Initiative Global Zero, nunmehr bestehe
die Hoffnung, "dass alle Nuklearmächte dazu ermuntert werden, dem
Beispiel zu folgen".Bild vergrößernDie seit 1999 verwitwete
jordanische Monarchin gehört zu den Gründungsmitgliedern der Initiative
Global Zero, für die sich auch der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter und
der frühere Sowjetführer Michail Gorbatschow einsetzen.Sie erwarte, dass
Obama die Abrüstungsinitiative bei der Generaldebatte der -Vollversammlung
im September erneut anspreche und zu einer internationalen Konferenz im
Frühjahr aufrufe, sagte Königin Nur. Global Zero will im Februar in Paris
ein Gipfeltreffen veranstalten, bei dem ein Plan für die atomare Abrüstung
bis zum Jahr 2030 vorgelegt werden soll. Ziel sei eine "allmähliche,
überprüfbare Verringerung" der Atomwaffen in allen Ländern. So könne
auch in "instabilen" Weltregionen wie dem Nahen Osten
"Vertrauen aufgebaut werden". Die hohen Militärausgaben im Nahen
Osten belegten, dass Rüstung nicht zu "mehr Sicherheit" führe,
fügte Königin Nur hinzu. Statt Geld für Waffen auszugeben, könne es in die
Entwicklungspolitik investiert werden.Derzeit verfügten 40 Länder über
Material, das für die Produktion von rund 100.000 zusätzlichen Atomwaffen
genutzt werden könnte, sagte Königin Nur. Damit steige das Risiko, dass
Atomwaffen auch angewendet werden könnten oder in die Hände von Terroristen
fielen.
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